Tim Neuhaus - Pose I + II

Mischung

"Ständig neu klingen? Ich will nach mir klingen!" - Tim Neuhaus' ist mit seinem dritten Album zurück!
Auf der ersten Hälfte des neuen Albums nutzt Tim all die Skills, die er als musikalischer Kollaborateur von Clueso oder Live-Musiker für Glen Hansard und vielen mehr erlernt hat: kluge, wertvolle Pop-Musik mit absoluter Liebe zum Detail bestimmt "Pose I". Auf "Pose II" lässt Tim seinem inneren Frickler freien Lauf und wagt jedes noch so verrückte Experiment. Eins davon funktioniert schöner als das andere.

Label: GHVC
Released: Sep 2017


Tracklist

01. THE MUSIC THAT YOU ARE
02. AMERICAN DREAM IN BERLIN
03. STARTING TO LOSE IT
04. FOREST FIRE
05. A LITTLE LOVE
06. ANYONE YOU NEED TO CALL
07. TOMORROW'S SOMEWHERE ELSE (INTERLUDE)
08. CONTROL
09. SHINE ON
10. REALISE
11. BSTRD
12. LILA (FEAT. IAN FISHER)
13. POSE
 
 
 
     
Chat Noir - MEOW

Mischung

Chat Noir ist ein international besetztes, akustisches Swing Quartett bestehend aus Sopransaxophon, akustischer Gitarre, Kontrabass & Vibraphon. Diese originelle Besetzung sorgt für einen unverwechselbaren Sound! Die vier Musiker aus Deutschland, Kanada und Korsika spielen eigene Kompositionen und Swing-Klassiker der 20er und 30er Jahren. Irgendwo zwischen Gipsy, Jazz und Swing.Label: Sturm & Kang

Released: Sep 2016


Tracklist

01. Waldkater
02. Schnüffelkater
03. Valse en Giroux Mineur
04. Messinger's Dance
05. Boris
06. La Complainte De La Jolie Fille
07. Cois & Deus
08. Bossa Polacca
09. Countryside
10. Disco
11. U Mio Mulino
12. Morgenmuffel
 
     
 
 
 
 
Konstantin Wecker - Ohne Warum Live

Aufnahme & Mischung

Über 100 Mal stand der Münchner Liedermacher Konstantin Wecker in den vergangenen Monaten mit seinem umjubelten Programm „Ohne Warum“ in Deutschland, Österreich und in der Schweiz in oftmals ausverkauften Sälen auf der Bühne. Nun wird das unvergessliche Konzerterlebnis noch einmal Wirklichkeit. Aufgrund der großen Nachfrage erscheint seine neue CD „Ohne Warum – Live“. Ich bin sehr glücklich mit einem der größten deutschen Barden auf dieser Konzertreise gewesen zu sein.

Label: Sturm & Kang
Released: Nov 25, 2016


Besetzung

  • Konstantin Wecker- Flügel , Gesang
  • Jo Barnikel - Piano, Keyboards, Bass, Gitarre, Gesang Percussion
  • Fany Kammerlander - Cello, Bass, Bassukulele, Gesang
  • Jens Fischer Rodrian - Schlagzeug, Percussion, Gitarre
  • Wolfgang Gleixner - Schlagzeug, Percussion, Gitarre, Akkordeon, Mandoline
  • Severin Trogbacher - E-Gitarre
  • Andreas Blüml - E-Gitarre, Gitarre
  • Alexa Rodrian - Backgroundvocals

Tracklist

01. Es ist schon in Ordnung
02. Ansage: Begrüßung
03. Novalis
04. Vaterland Nr. 2
05. An meine Kinder
06. Eins mit deinem Traum
07. Ansage: Georg Heym
08. Der Krieg
09. Fast ein Held
10. Wenn unsere Brüder kommen ...
11. Ansage: Frau Petry singt
12. Die Gedanken sind frei
13. Heiliger Tanz
14. Auf der Suche nach dem Wunderbaren
15. Gefrorenes Licht (für Hans - Peter Dürr)
16. Ansage: Denkt mit dem Herzen
17. Ich habe einen Traum
18. Vom Glück des Gebens
19. Ansage: Angelus Silesius
20. Ohne Warum (sunder warumbe)

 

 
 
Acoustique Express - Amplitude

Aufnahme & Mischung

"Auf eine bezaubernde Weise old fashioned klingt der Gypsy-Swing des Berliner Gitarristen Lutz Schlosser. So nah am Geist und Klang eines Django Reinhardt habe ich lange niemanden musizieren gehört. Aber auch Tango, Blues oder Musette gehören zum Repertoire dieses ganz wunderbar und egofrei agierenden Ensembles. Unbedingte Hörempfehlung!"

Folker Magazin

Label: Kick the Flame
Released: Jul 15, 2016


Besetzung

  • Lutz Schlosser  - Gitarre
  • Thomas Dekas - Gitarre
  • Bernd Huber - Geige
  • Vladimir Miler - Klarinette
  • Daniel Weltlinger - Geige
  • Susanne Jansen - Gesang
  • Matthias Fluhrer - Gesang
  • Thomas Uhlmann - Saxofon 
  • Friedrich Störmer - Bass

Tracklist

01 - L'Express (Acoustique)
02 - Ma Famille
03 - Unbekannte Ranke (Instrumetal)
04 - Souk
05 - Lisi - Lou (Für Alma Louisa)
06 - Modern Blues (Für Carl Ferdinand)
07 - Stettin
08 - Manege
09 - Blue Hour Man
10 - Chez Moi
11 - Fantasie In Em9
12 - Nightblues
 
Ceeys - The Grunewald Church Session

Aufnahme & Mischung

CEEYS –  sind die Brüder Sebastian und Daniel Selke, ein Instrumental-Duo aus Berlin, das mit experimentellen aber zugänglichen Kompositionen und Improvisationen arbeitet. Ihr Sound wird vor allem durch das Zusammenspiel von Cello und Klavier geprägt, angereichert mit authentischen elektronischen Geräten und Instrumenten aus der Zeit des Kalten Krieges, insbesondere aus der DDR. Zusätzlich integrieren sie subtile perkussive Geräusche aus dem kompletten Potential ihrer akustischen Instrumente und manipulieren diese mit zahlreichen Live-Effekten. Klassisch ausgebildet, erhalten sie weitere musikalische Impulse aus Minimal, Ambient und Pop.

Ihr Debüt, THE GRUNEWALD CHURCH SESSION, folgt diesen Gedanken und ist die erste Aufnahme ihres Live-Setups in einer Kirche, wobei Violoncello und ein Bösendorfer Imperial die Hauptbestandteile sind. Besonders ist die Verwendung einiger restaurierter elektronischer Instrumente der ehemals in der DDR ansässigen Firma Vermona aus den 70er und 80er Jahren. Eine klangerforschende Performance in der inspirierenden Atmosphäre einer alt ehrwürdigen Kirche.

THE GRUNEWALD CHURCH SESSION ist ein Live-Album, das einer Jam Session ähnelt und als Ideensammlung für ihr im Winter 2016 erscheinendes Album CONCRETE FIELDS dient.

Ein feiner Sinn für erzählerisch filmische Momente erfüllt das gesamte Album:

“Unser bald erscheinendes Studioalbum CONCRETE FIELDS im Winter 2016 wird sich mit unserer Erinnerung an eine Kindheit in Europas größter Plattenbausiedlung – Marzahn-Hellersdorf, Berlin, Ost-Deutschland beschäftigen. Im letzten Jahrzehnt der Deutschen Demokratischen Republik dominierten die endlosen grauen Reihen von kaltem Beton, Stahl und Glas unsere Wohnlandschaft und vermittelten lediglich eine Atmosphäre von Anonymität und Unterdrückung. Andererseits wählten wir Mitte der 80er Jahre unsere Hauptinstrumente, Violoncello und Klavier und fingen an, diese zu erlernen. Damals träumten wir eigentlich nur noch davon, eines Tages zusammen als Kammermusikduo auftreten zu können. Unser erstes klassisches Konzert gaben wir dann in einer Kirche.
Nach dem Mauerfall und während der 90er Jahre behielt die Siedlung immer eine Mischung aus nervöser Aufbruchsstimmung und unterschwelliger Melancholie bei. Diesen Zustand versuchten wir in zunächst skizzenhaften Kompositionen festzuhalten. Darum sind wir heute besonders froh auch diese ersten Ideen in unserem Live-Album vorzustellen: THE GRUNEWALD CHURCH SESSION.” – CEEYS

 

Label: 1631 Recordings
Released: 27 Mai 2016


Besetzung

  • Sebastian Selke - Cello, Fx
  • Daniel Selke - Pianos, Synthesizer

Tracklist

01 - Based
02 - Passpied
03 - Concrete Field
04 - Without Shelter
05 - Opal Glass
06 - Hover, Over, Me
07 - Angles
08 - Traffic
 
 
Flo Holoubek - Like a Hike

Aufnahme & Mischung

Wer den Musiker Flo Holoubek kennt, schätzt den Österreicher für sein außergewöhliches Schlagzeugspiel, u.a. für die Blue Man Group in Berlin. Wer Flo besser kennt, weiß, dass er auch als Sänger eine starke musikalische Stimme besitzt, die er als treuer Begleiter von Tim Neuhaus nicht selten einsetzt. Doch nur die Wenigsten wissen um seine Songwriter-Qualitäten. Das soll sich hiermit ändern.

Flo kam mit skizzenartig programmierten Songs zu mir und wir berieten gemeinsam welche vorhandenen Elemente erhaltenswürdig wären. Wir ersetzten Drumloops und Software-Instrumente durch echtes Schlagzeug, Gitarren und Keyboards. Beim Gesang bauten wir gemeinsam eine kleine Vocal-Ecke, in der er ungestört zuhause einsingen konnte, bis alles zu seiner Zufriedenheit passte. Natürlich durfte ich im Zuge der Überarbeitung auch ein paar Bässe beisteuern.

Als ich dann alle fertigen Songs zur Mischung in die Dropbox gelegt bekam, waren alle Spuren geschnitten, beschriftet und logisch sortiert sowie jeweils ein Roughmix beigefügt. Das machte das Abmischen unheimlich schnell und unkompliziert. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt die Songs lange nicht mehr gehört und war überrascht von dem, was da in Zusammenarbeit mit seiner Familie und vielen Freunden entstanden ist. Was mich erwartete, war eine so frische und humorvolle Musik, dass ich sofort Ideen und Lust bekam daran zu arbeiten!

Wenn ich dann mit einem Mix zufrieden war, konnte ich mir sicher sein ca. 80 Prozent des Weges geschafft zu haben. Dann gab es eine detaillierte und gut verständliche Email von Flo als Feedback. So konnten wir nach finalem Treffen in meinem Studio die Songs zum Mastern freigeben. Es war alles in allem eine Freude mit einem so fokusierten und gleichzeitig so entspannten Künstler zusammen zu arbeiten.

Für mich ist das Album "Like a Hike" ein gelungenes Beispiel für eine Produktion mit schmalem Budget und trotzdem sehr überzeugendem klanglichem Ergebnis.

 

Label: Lametta Music
Release: Dec 2014


Besetzung

  • music: all songs by flo holoubek except 
    ‚where the circle ends‘ … f.holoubek, tim neuhaus
    ‚poor purist‘ … tim neuhaus, f.holoubek 
    ‚shall walk to you 2‘ … f.holoubek, fischer 
    words: by florian holoubek except 
    ‚where the circle ends‘ … f.holoubek, jeff mesirow 
    ‚poor purist‘ … f.holoubek, tim neuhaus
  • produced by: flo holoubek
  • recorded by: friedrich störmer, f.holoubek, stefan holoubek, tim neuhaus, lukas hillebrand, andy bartosh, fischer
  • mixed by: friedrich störmer, nils westermann
  • mastered by: bukelini, nils frahm
  • guitars: tim neuhaus, stefan holoubek, andy bartosh, f.holoubek
  • basses: fabian holoubek, friedrich störmer, peter schönbauer
  • drums & percussion: Flo holoubek, fischer
  • e-bow: fabian mallmann
  • organ: andi fins
  • additional voices: tim neuhaus, katharina holoubek

Tracklist

01 - like a hike
02 - on the sand
03 - where the circle ends
04 - the stamp of prejusice
05 - ouch
06 - poor purist
07 - shall walk to you
08 - the sweetest thief
09 - take a step back to go on
10 - wake up
11 - hello
12 - shall walk to you 2
 
Marcus Wiebusch - Nur einmal rächen

Aufnahme & Mischung

»Nur einmal rächen klingt wie eine Retrospektive von Marcus Wiebuschs Diskographie und Bandaktivität. Ne Menge Kettcar mit nem büschn Rantanplan und einer Prise … But alive. Der Track klingt einnehmender und diverser als alles, was Wiebusch bis dato gemacht hat.«  noisiv

Marcus Wiebusch ist der Sänger und Kopf von Kettcar, einer der wichtigsten Indiebands aus Deutschland. Neben Thees Uhlmann ist er außerdem nicht nur Labelchef sondern auch musikalisch das wichtigste Zugpferd beim Indielabel Grand Hotel van Cleef.
Marcus hatte vor, nach vielen erfolgreichen Jahren mit Kettcar ein Soloalbum herauszubringen und seine Idee war es, mit verschiedenen Produktionsteams an verschiedenen Songs zu arbeiten. Auf der EP »Hinfort! Feindliche Macht« befinden sich drei Titel als Vorgeschmack auf die Platte,

Das Böse Besiegen (Der Exorzismus Des David R.),
Schwarzes Konfetti,
Nur Einmal Rächen,

in Zusammenarbeit mit Frittenbude aus Hamburg, mit Produzent Tobias Siebert und mit Tim Neuhaus und mir.

Da er sich den Sound von Tims Album »Now« wünschte, mieteten wir uns wieder im Birthmarkstudio in der Nalepastraße ein und nach drei Tagen waren alle Spuren im Kasten. Es war wieder die alte »Cabinet«-Gang am Start: Christoph Bernewitz an der Gitarre, Tim am Schlagzeug, Andi Fins an den Keys und ich am Bass.

Auf dem Demo von »Nur einmal rächen« gab es einen sehr prägnanten Bläsersatz, den wir unbedingt übernehmen wollten. Als wir dann die Bläser im Studio hatten, gab es verwunderte Blicke, als es hieß, dass alle gemeinsam und nicht getrennt einspielen würden. »Bei anderen Produzenten hatte jeder sein eigenes Mikrofon in das wir spielen sollten, denn man könne dann alles besser im Nachhinein bearbeiten.« 
Ich hatte mich aber für ein Stereomikrofonsystem entschieden, so wie man es zum Beispiel für die Aufnahme eines klassischen Streichquartetts verwendet. Das hat deutliche klanglich Vorteile, setzt aber voraus, dass es während der Aufnahme passen muss. Das war für die Kollegen erst einmal ungewohnt, aber nach ein paar Versuchen war der Ehrgeiz geweckt und die Energie stimmte. Herausforderungen schärfen eben die Sinne!

Marcus hat uns völlig freie Hand gelassen, war immer offen für musikalisches Feedback und äußerte klar, was er wollte und was nicht. Welch eine Freude und Ehre mit dem großen Mann aus dem Norden zu arbeiten!
Einzig der Prozess des Abmischens war etwas langwieriger und nach gefühlten einhundert Versionen hatten wir es geschafft: Der Song war fertig zum Mastern.
Ich bin immer froh, wenn ein Künstler seiner Vision folgt, ohne dabei falsche Kompromisse zu machen, auch wenn das manchmal unbequem ist.
Und es hat sich gelohnt, »Nur einmal Rächen« wurde die Singleauskopplung, mit der sich Marcus Wiebusch das erste Mal der Öffentlichkeit als Solokünstler präsentierte. Mir fiel ein Stein vom Herzen …

Label: Grand Hotel Van Cleef ‎
Released: 20 Apr 2013


Besetzung

  • Music: Marcus Wiebusch
  • Produced: Tim Neuhaus
  • Recorded & Mixed: Friedrich Störmer
  • Drums: Tim Neuhaus
  • Bass: Friedrich Störmer
  • Guitar: Christoph Bernewitz
  • Piano: Andi Fins
  • Horns: Stefan Ulrich, Sebastian Borkowski, Daniel Oberto

Tracklist

01 Das Böse Besiegen (Der Exorzismus Des David R.)
02 Nur Einmal Rächen
03 Schwarzes Konfetti

Tim Neuhaus & The Cabinet - Now

Aufnahme & Mischung

»Jeder der 13 Songs von ‚Now‘ gleitet schwerelos auf einer Welle von Euphorie und Melancholie … Perfekt produziert sind seine Songs selbstverständlich auch.« Focus

»Ich zolle besonders auch der Produktion höchsten Respekt. Hier lernt man ‚Stereo‘ und unkomprimierten, transparenten Sound wirklich neu kennen und lieben.« iTunes

»Now« entstand fast ausschließlich im ehemaligen DDR-Rundfunkhaus in der Nalepastraße Berlin. Im Birthmarkstudio mieteten wir uns zwei Räume, einen zum Aufnehmen und einen, in dem ich mir eine kleine Regie einrichten konnte. Ich liebe die Atmosphäre in dem von Bauhaus-Architekten Franz Ehrlich erdachten und im Jahr 1951 errichteten Bau zur Zusammenführung aller Rundfunksender im Osten. Der Charme dieses beeindruckenden Gebäudes ist inspirierend, morbide und geheimnisvoll, ein Dinosaurier aus einer längst zu Staub zerfallenen politischen Ära. Es ist schon einzigartig, als freier Künstler, an einem ausschließlich für den Rundfunk gedachten Ort zu arbeiten, aber eben ohne Sendebetrieb. Sehr speziell!

Die meisten Instrumente haben wir in Stereo aufgezeichnet und schon beim Aufnehmen die Position im imaginären Raum zwischen den Lautsprechern festgelegt. Das war nicht immer ganz unkompliziert, half aber sehr beim Erarbeiten eines räumlichen Klangbilds. Die Jungs sind mittlerweile daran gewöhnt, dass ich mit Zollstock und Taschenrechner die Position der Mikrofone ermittle um sie dann mit den „Ohren“ zu optimieren. Es hat wohl am Anfang den Eindruck gemacht, als habe man es eher mit einem Messtechniker zu tun, als mit einem Tonmenschen, aber die Kunst beim Aufnehmen besteht eben auch darin, die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Schallwahrnehmung des menschlichen Gehörs zu berücksichtigen. Und da ist Messen oftmals ratsam und führt, gepaart mit einer klaren Klangvorstellung, zu wesentlich befriedigenderen Ergebnissen als reines Experimentieren.

Tim hat mir hier immer volles Vertrauen entgegen gebracht, was mich zu stets neuen kreativen Lösungen inspirierte. Er hat die seltene Gabe, die Dinge fließen zu lassen. Trotzdem mussten Flo und Andi sich oft ein „Ja, aber...“ aus dem Talkbackmonitor anhören, selbst wenn es nur Kleinigkeiten bei der Stimmung des Schlagzeugs oder ein ungünstiges Voicing am Rhodes waren. Sehr hilfreich war auch, dass Tim und Andi kleine Demos vorproduziert hatten, die gerade genug Information enthielten, um den Musikern Orientierungspunkte zu bieten, sie aber nicht im kreativen Fluss hinderten. Wir hatten uns im Vorfeld darauf geeinigt, mit Protools zu arbeiten und so konnten wir die bereits vorhandenen Spuren nach und nach ersetzen und weiteres Material hinzufügen.

Unser gemeinsamer, langjähriger Freund und Kollege Nils Westermann hatte sich bereiterklärt, mir als Assistent zur Seite zu stehen und es war eine große Freude und Hilfe, ihn bei uns zu haben.

Mit Geduld und Konzentration waren alle an der Arbeit von »Now« beteiligt und wir befanden uns in der glücklichen Lage, keine faulen Kompromisse eingehen zu müssen. So entstanden 13 einzigartige Stücke mit 13 einzigartigen Klangvisionen.

Für mich war dies eine der vielschichtigsten Produktionen, die ich von der ersten Probe über die Aufnahmezeit bis hin zur fertigen Mischung begleitet habe. 

Label: Grand Hotel Van Cleef
Released: 2013


Besetzung

  • Vocal, Guitar: Tim Neuhaus
  • Drums, Percussion, Vocal: Florian Houlobeck
  • Keyboard, Vocal: Andi Fins
  • Bass, Vocal: Friedrich Störmer
  • Guitar: Christoph Bernewitz, Nils Westermann
  • Recording & Mixing: Friedrich Störmer
  • Assistent Engineer: Nils Westermann
  • Mastering: Michael Schwabe

Tracklist

01 Now
02 Wonderful Turn
03 Crashing Through Roofs
04 Easy Or Not Featuring – Kat Frankie
05 Hindsight
06 Seconds Later
07 Can't Take The Silence
08 Around
09 End, Then You Ring
10 Old Tape Running
11 Moments
12 ... Aftermath Stopped
13 Aerophobia (A Hidden Track)

Andi Fins - A Chapter Missing Its Book

Aufnahme & Mischung

»A Chapter Missing Its Book – Ein Album, das sich über zwölf Songs selbst in Frage stellt und dabei eine der schönsten Antworten auf die Frage gibt, wie popinfiziert ein Album sein muss, das ganz selbstverständlich den Weg in viele Ohren findet und trotzdem keine Einweg-Platte ist ... Die richtigen Momente gehören dem Gesang, der mal unauffällig im Bild sitzt, sowie oft einfach über allem steht« Zughafen

Ich kenne Andi nun schon seit fast 15 Jahren und uns verbindet neben der gemeinsamen musikalischen Arbeit bei Tim Neuhaus & The Cabinet ein gute Freundschaft. Nach einem Auftritt beim Traumzeit-Festival 2010 sagte er zu mir: „Du, Friedericke, ich will ein Album machen!“ Ich wusste, dass Andi seit langem Songs in der Schublade liegen hatte und freute mich über seinen Entschluss, alles auszuarbeiten und sich damit zu präsentieren. Es war klar, dass es kaum Budget geben würde – also mussten wir improvisieren. Die Lösung war, einfach den Instrumenten an die Orte zu folgen, an denen sie zu finden waren. Ich stellte ein mobiles Aufnahmestudio zusammen, denn so sparten wir uns die Anmietung eines teuren Tonstudios. Das Schlagzeug stand in einem Raum in der Nalepastraße (ehemals DDR Funkhaus Berlin), das Klavier im Jazzclub „Schlot“, Gitarren in Christophs Proberaum in Friedrichshain und der Andi in seinem Wohnzimmer.

Auf dem Weg zu den Klavieraufnahmen, Andi mit einer ledernen Notenmappe unterm Arm, ich mit Laptop und Mikrofonen bewaffnet, bereit für die Jagt auf den kapitalen Take, sagte er zu mir: „Ich fühl' mich wie der Glenn Gould mit seinem persönlichen Toningenieur!“ Da mussten wir etwas schmunzeln, denn irgendwie fühlte sich die Vorstellung ganz gut an, waren wir doch beide aufgebrochen, um etwas Neues für uns und die Außenwelt zu schaffen. Da bleiben Teenie -Träumereien nicht aus. Gut so!

Meine Aufgabe war es, trotz verschiedenster räumlichen Gegebenheiten ein homogenes Klangbild zu schaffen. Hier hatte ich die Gelegenheit, einige Mikrofonanordnungen zu probieren, die vorwiegend in Stereo waren. Der Hall auf Andis Stimme ist übrigens der seines Wohnzimmers, wir haben auf der ganzen Platte kaum künstlichen Reverb benutzt, da ich mit dem Klang von Raummikrofonen wesentlich zufriedener bin als mit synthetischem Nachhall.

Ich bin sehr froh über unser beider Debüt, denn es war auch für mich das erste Mal, dass ich ein komplettes Album von der Aufnahme bis zur Mischung tontechnisch erarbeitete.


Besetzung

  • Gesang, Piano, Synthesizer, Bass: Andi Fins
  • Gitarre: Christoph Bernewitz
  • Schlagzeug: Tim Neuhaus
  • Percussion: Florian Holoubek
  • Bass: Friedrich Störmer
  • Gesang: Ofrin
  • Recording, Mixing: Friedrich Störmer
  • Mastering: Andi Bückle

Tracklist

01 Beauty Is Everywhere I Go
02 Poems of Spring
03 Glow
04 Spaces
05 Chapter Missing Its Book
06 Sometimes I Miss You
07 How Would You Know
08 The Wind May Turn
09 A Winding Lane
10 From a Mountain
11 More & More
12 Branches